Still Here, and Gone (in Arbeit)

Still Here, and Gone entstand, nachdem mein Bruder bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wurde. Er überlebte und fand nach und nach in den Alltag zurück. In den folgenden Jahren wurden Begleitung, Unterstützung und Verantwortung Teil meines eigenen Lebens. Erst mit der Zeit wurde mir bewusst, dass neben der Erleichterung über sein Überleben auch ein Gefühl von Verlust stand.

Die Serie beschäftigt sich mit dem, was die Psychologin Pauline Boss als ambiguous loss beschreibt: einer Form von Verlust, bei der Anwesenheit und Abwesenheit gleichzeitig bestehen können. Aus meiner Perspektive als Angehörige bewegen sich die Fotografien zwischen Beobachtung und intuitiver Inszenierung. Über Körper, Gegenstände, Räume und Landschaften nähert sich die Arbeit widersprüchlichen Gefühlen an, die sich oft nur schwer in Worte fassen lassen, und einer Erfahrung von Fürsorge, in der Erleichterung, Nähe, Veränderung und Verlust nebeneinander bestehen können.

Still Here, and Gone (ongoing)

Still Here, and Gone began after my brother was seriously injured in a traffic accident. He survived and gradually returned to everyday life. In the years that followed, accompanying him, providing support, and taking on responsibility became part of my own life. Only with time did I realise that alongside the relief of his survival, there was also a sense of loss.

The series explores what psychologist Pauline Boss describes as ambiguous loss: a form of loss in which presence and absence can coexist. Emerging from my perspective as a family member, the photographs move between observation and intuitive staging. Through bodies, objects, spaces, and landscapes, the work gives form to contradictory feelings that are often difficult to articulate and to an experience of care in which relief, closeness, change, and loss can exist alongside one another.